Anton und Hedwig Münden – ein Leben in Eppendorf: Gedenken an die Reichsprogromnacht Szenische Lesung mit musikalischer Begleitung

Mo. 09.11.2026 18:00 Uhr
St. Martinus-Kirche, Martinistraße 31, 20251 Hamburg (Eppendorf)

Am 9. November 1938 brannten in Deutschland Synagogen, Geschäfte wurden zerstört, Menschen gedemütigt, misshandelt und verhaftet. Die Reichspogromnacht markierte einen Wendepunkt auf dem Weg zur systematischen Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung.

Aus Anlass dieses Gedenktages laden die Kirchengemeinde Alsterbund, die Geschichtswerkstatt Eppendorf und die Stolperstein Initiative am 9. November zu einer besonderen Veranstaltung ein. Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte von Anton und Hedwig Münden, einer jüdischen Hamburger Familie, die über Jahrzehnte fest im gesellschaftlichen Leben der Hansestadt verwurzelt war.

Die von einer Schauspielerin vorgetragene Biografie zeichnet den Weg der Familie von einem behüteten und erfolgreichen Leben im Hamburger Bürgertum bis hin zu Entrechtung, Enteignung, Deportation und Ermordung nach. Die Geschichte macht deutlich, dass hinter den großen Ereignissen der Geschichte immer einzelne Menschen, Familien und Schicksale stehen.

Musikalische Beiträge begleiten die Lesung und schaffen Raum für Erinnerung, Besinnung und stille Anteilnahme.

Wir laden herzlich dazu ein, gemeinsam der Opfer nationalsozialistischer Gewalt zu gedenken und die Erinnerung an Menschen wie Anton und Hedwig Münden wachzuhalten – an ein Leben, das einst selbstverständlich zu Hamburg gehörte und durch Hass und Unmenschlichkeit zerstört wurde.